Regelmäßige Mundhygiene

Ziel: Kariöse Zähne vermeiden 

Karies wird nicht vererbt! Aber die Bakterien, die die Karies bewirken, werden von den Erwachsenen auf das Kind übertragen.

Ein Neugeborenes kommt ohne Keime in der Mundhöhle auf die Welt. Erst durch den Kontakt mit seiner Umwelt beginnt die Besiedelung des kleinen Körpers und auch der Mundhöhle mit Viren und Bakterien. Wenn die ersten Zähnchen durchbrechen, können sie z. B. durch das Ablecken von Löffel oder Schnuller mit den Kariesbakterien der Erwachsenen (vor allem die der Mutter) infiziert werden.

Eltern, Großeltern und Erzieher sollten deshalb bei sich selbst auf eine gute Mundhygiene achten und ihre Zähne pflegen, damit sie die ihnen anvertrauten Kinder nicht mit Karies anstecken.

Wenn Zahnpflege für die „Großen“ selbstverständlich ist, dann fällt es auch nicht schwer, bei den „Kleinen“ darauf zu achten. Denn:

Die Milchzähne, auch wenn sie später ausfallen, haben eine wichtige Funktion im Mund. Sie sind die Platzhalter für die nachwachsenden Zähne. Unbehandelte Milchzähne können im ganzen Körper zu vielfältigen gesundheitlichen Schäden führen. Deshalb ist eine regelmäßige Mundhygiene schon im Kleinkind- und Kindergartenalter unerlässlich.

Durch einen frühzeitigen Verlust von Milchzähnen wird der Zahnwechsel erheblich gestört, wodurch später auch eine kieferorthopädische Behandlung notwendig werden kann. Kariesherde in Milchzähnen sind eine Brutstätte für Bakterien, die von dort aus die bleibenden Zähne angreifen. Tiefkariöse Zähne mit geöffnetem Zahnmark ermöglichen den Bakterien einen direkten Zugang, die dann bis in den Kieferknochen eindringen können. Sie sind nicht nur eine Dauerbelastung für die Abwehrkräfte des Körpers, sondern können auch zu allgemeinen Erkrankungen führen.

Wichtig ist deshalb eine systematische Zahnhygiene von Klein auf. Dazu eignet sich die so genannte KAI-Zahnputzsystematik (in der Reihenfolge: K = Kaufläche / A = Außenfläche / I = Innenfläche):

1. Mund gründlich ausspülen.

2. Eine etwa erbsengroße Zahnpastamenge auf die Zahnbürste auftragen.

3. Auf den Kauflächen (K) der Backenzähne ist Hin- und Herbürsten mit der Zahnbürste wichtig. So werden die tiefen Rillen und Furchen (Fissuren) gründlich gesäubert.

4. Mit der Zahnbürste Kreise auf die Außenflächen (A) der Schneide- und Backenzähne „malen“.

5. Die Innenfläche (I) der Zähne werden wie mit einem Handfeger „ausgefegt“.

6. Nun den entstandenen Zahnpastaschaum nur ausspucken, nicht ausspülen, denn die Zahnpasta soll noch nachwirken.

7. Zahnbürste gründlich ausspülen und ausklopfen.

8. Zahnbürste mit dem Kopf nach oben in einen Becher stellen.

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Laden Sie sich unseren Flyer Zähneputzen eins, zwei, drei! Zauberei ist nicht dabei als PDF-Datei runter. In dem Flyer wird die richtige Zahnputzsystematik genau erklärt.

Zahnbürste

Ideal ist ein kleiner Bürstenkopf, dicht besetzt mit Borsten aus Kunststoff und abgerundeten Spitzen. Keine Naturborsten verwenden, da sie ideale Bakterienträger sind. Für Kinder gibt es spezielle, altersgemäße Zahnbürsten mit breitem Griff.

Nicht vergessen: Alle zwei bis drei Monate sollte die Zahnbürste erneuert werden, spätestens dann, wenn sich die Borsten auseinander biegen.

Elektrische Zahnbürste

Die elektrische Zahnbürste kann auch für Kinder geeignet sein, da sie deren Spieltrieb nutzt und damit das Zähneputzen „Spaß macht“. Empfehlenswert sind Zahnbürsten mit einem Signalton: Er signalisiert einen zu hohen Druck auf den Zahnschmelz.

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